Steinpiperl oder Steinhendl

Beschreibung:
Vital, bunt und brutfreudig. Das Steinhendl, auch Steinpiperl oder Stoahendl, ist ein kleiner, gedrungener Landhuhnschlag. Beim leichten Schlag erreicht die Henne ein Gewicht von rund 450-500 Gramm, beim mittelleichten Schlag rund 650 Gramm. Die Hähne sind rund ein Drittel größer als die Hennen und erreichen ein Gewicht von maximal 900 Gramm. Die Landhühner besitzen eine hohe Vitalität. Das Fleisch ähnelt dem des Fasans.
Die Hühner sind sehr beweglich, gut flugfähig und eifrige Futtersucher. Während der Sommermonate benötigen die Tiere kaum Betreuung und leben teilweise „halbwild“ im Hofverband. Steht den Tieren kein Stall zur Verfügung, dann baumen die Tiere regelmäßig auf.

Alleine die Farbenvielfalt des kleinen Landhuhns begeistert jeden Geflügelfreund. Die Tiere sind sehr bunt, meist mehrfärbig gesprenkelt. Man findet weiße Tiere mit schwarzen, braunen und orangen Tupfen, schwarz-weiß gesprenkelte und goldbraune Tiere. Es treten auch weizenfarbige, schwarze sowie wildfärbige (rothalsige) Farbvarianten auf. Die wildfärbige Varietät ähnelt in seiner Färbung sehr stark dem Weibchen des Bankiva Huhns.
Die Läufe sind je nach Gefiederfärbung fleischfarben, weiß oder hellgrau, bei schwarzen Tieren schiefergrau. Die Läufe und Zehen sind unbefiedert.

Zuchtgeschichte
Die aufgeweckten Hühner sind die letzten Vertreter des züchterisch nicht verbesserten mitteleuropäischen Landhuhns im Alpenraum. Entsprechend robust und ursprünglich sind die kleinen, sehr beweglichen und gut flugfähigen Landhühner. Bis in die 1970er Jahre war das farbenfrohe Landhuhn noch häufig auf Bauernhöhen am Südostrand der Alpen anzutreffen. Ihre Robustheit und ihr Freiheitsdrang wurden ihnen im Zuge der Vogelgrippe-Epidemie schlussendlich zum Verhängnis. Traditionell wurden die Steinhühner mehr oder weniger sich selbst überlassen. Gerne verbringen daher die Tier die Nächte auf Schlafbäumen im Hofverband. Die Verunsicherung der Bevölkerung und Verbote der Freilandhaltung führten zum beinahe Verschwinden dieses hübschen Landschlages.

Quelle: www.austrohuhn.at